Tiefkühlen

Im Wesentlichen bestimmen die Härte und der Verschleißwiderstand die Lebensdauer von Werkzeugen. Daneben sind Maßhaltigkeit und geringe Eigenspannungen bei vielen Werkzeugen unverzichtbare Voraussetzungen für eine einwandfreie Funktion. Gefügeveränderungen wie eine Restaustenitumwandlung während des Gebrauchs können zum Ausschuss des Werkzeugs führen, sie sind daher möglichst zu vermeiden.

Als Restaustenit wird der Austenitanteil bezeichnet, welcher nach dem Abschrecken bis auf RT im Gefüge verbleibt. Bei Einsatzstählen ist ein Restaustenitgehalt von < 20% prozessüblich.


Anwendungsbereich für das Tiefkühlen von Stahl

Wenn ein Restaustenitgehalt < 15% gefordert ist, wird das Tiefkühlen verstärkt in Erwägung gezogen. Hierbei wird neben dem Tiefkühlen unmittelbar nach dem Abschrecken aus Gründen möglicher Rissgefahr oftmals auch das Tiefkühlen nach dem ersten Anlassen favorisiert. Hervorzuheben ist, dass ein Tiefkühlen immer eine Rissgefahr in sich birgt und somit nicht ohne weiteres für alle Werkzeuge geeignet ist. Für diverse Werkzeuge kann der Restaustenitgehalt auch durch ein mehrfaches, (mindestens dreimaliges Anlassen) abgesenkt werden.

Verfahrensweisen für das Tiefkühlen von Stahl

Die gezielte Umwandlung von Restaustenit durch Kombination konventioneller Wärmebehandlungstechniken mit Tiefkühlen ist oft die technisch und wirtschaftlich sinnvollste Verfahrensweise, um die angestrebten Werkstoffeigenschaften zu erzielen.


Quelle: www.haertetechnik.org

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